Welche Sprachen spricht der Papst?

Welche Sprachen spricht der Papst? Bild: Flickr, canburak

Die Papstwahl und die Frage nach den Sprachen

Die katholische Kirche hat seit dem 13.03.2013 wieder ein päpstliches Oberhaupt. Um 19.06 Uhr MEZ wehte weißer Rauch über den Petersplatz, der sich sodann mit unzähligen Gläubigen füllte. Über 1 Stunde mussten die Pilger und Fernsehzuschauer allerdings noch ausharren, dann wurde der neue Papst Jorge Mario Bergoglio der Öffentlichkeit präsentiert. Er hat sich für den Namen “Franziskus I” entschieden, den Anwalt der Armen. Als Favorit wurde der neue Papst sicherlich nicht gehandelt, stattdessen wurden andere Namen hoch gehandelt. Als sich der Mann aus Argentinien auf der Loggia präsentierte, war die Überraschung umso größer.

Der Werdegang des neuen Papstes

Papst Jorge Mario Bergoglio wurde am 17.Dezember 1936 in Argentinien geboren. Er ist somit der erste Papst aus Lateinamerika. Seine Eltern waren italienische Einwanderer, die sich in Buenos Aires niederlassen wollten. Der Papst hat folglich nicht nur die argentinische, sondern auch die italienische Staatsangehörigkeit. Das neue Oberhaupt gilt allgemein als still und bescheiden. Dennoch ist er ein sehr intellektueller Mann, der sich als Geistlicher regelmäßig in die Landespolitik seiner Heimat eingemischt hat. Kernanliegen ist ihm die soziale Gerechtigkeit, die er weltweit für die Menschen fordert. Seit 2001 gehört er dem Kardinalskollegium an, nachdem Johannes Paul II. ihn zum Kardinalpriester ernannt hatte.

Vorwürfe gegenüber Fanziskus I

Der neue Bischof von Rom muss sich allerdings auch kritische Gegenstimmen gefallen lassen. Er gilt als großer Kritiker der gleichgeschlechtlichen Ehe. Im Jahr 2010 äußerte er postalisch seinen Unmut über das Gleichberechtigungsgesetz in seinem Herkunftsland. Ferner wird ihm ein enger Kontakt zur argentinischen Militärdiktatur in den Jahren 1976 bis 1983 vorgeworfen. Die Militärs führten einen blutigen Krieg gegen Oppositionelle, die sich öffentlich geäußert hatten. Mehr als 30.000 Menschen wurden damals durch die Diktatoren ermordet. Dabei handelt es sich allerdings vielmehr um Spekulationen. Franziskus I hat den Vorwürfen jedenfalls stets widersprochen.

Ein neuer Papst wurde gewählt

Jorge Mario Bergoglio wurde im fünften Wahlgang durch das Konklave 2013 zum kirchlichen Oberhaupt gewählt. Jean-Louis Tauran, der französische Kardinalprotodiakon, verkündete um 20:13 Uhr MEZ das Ende der Wahl. “Habemus Papam”, schallte es über den Petersplatz, der zugleich von einem Jubelsturm ergriffen wurde. Der neue Papstname leitet sich von “Franz von Assisi” ab, dem Heiligen der Armen. Es bleibt abzuwarten, ob das neue Oberhaupt die Erwartungen erfüllen kann. Viele Stimmen fordern einen grundlegenden Reformationsprozess innerhalb der Kirche. Die geistliche Welt darf sich nicht länger von der modernen Gesellschaft distanzieren. Derweil gilt der neue Papst als konservativ, aber auch dialogbereit.

Welche Sprachen spricht der Papst?

Den Dialog führt Papst Jorge Mario Bergoglio mit seinem gewaltigen Sprachniveau. Er spricht 3 Sprachen fließend: Spanisch, Italienisch und Deutsch. Doch auch in englischer und französischer Sprache kann sich das neue Kirchenoberhaupt jedenfalls in Grundzügen verständigen. Das gesprochene Wort vereint die Christen der Welt. Diesbezüglich werden die Messen standardmäßig auf Latein, die Segensbekundungen in den einzelnen Landessprachen gehalten. Kardinal Lehmann, der Bischof von Mainz und Wahlbeteiligter beim Konklave 2013, ist sich sicher, dass der neue Papst jedenfalls die richtige Sprache sprechen wird. Es geht ihm darum, das soziale Gleichgewicht zu fördern. Insofern hat sich Bergoglio schon zuvor einen weltweiten Namen machen können.

Was treibt den neuen Papst an?

Franziskus wirkt lebensnah und steht dicht bei den Menschen. Er war leidenschaftlicher Tänzer, und er ist ein großer Fußballfan. Nach wie vor unterstützt er den argentinischen Erstligaverein “San Lorenzo de Almagro”. Nach der Überraschung folgt nun ein gewaltiger Arbeitsaufwand, den Jorge Mario Bergoglio zu leisten hat. Er ist hingegen für seinen Arbeitseifer bekannt. Zahlreiche selbstverfasste Schriften prägen seine Vita. “Habemus Papam”, Franziskus I.

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